Decke. Buchdecke bestehend aus zwei Pappendeckel, der Rückeneinlage und dem Deckelbezug aus Papier, Gewebe, Leder oder Pergament; "Angesetzte D." am Buchblock angearbeitet; D. handwerklich oder maschinell gesondert gearbeitet, wenn der Buchblock in sie gehängt und die Vorsatzblätter angepappt werden. Die vorgearbeitete D. lässt sich prägen. Während der Sortimentsbuchbinder meist Halbgewebebände anfertigt, arbeitet die Einbandindustrie fast immer Ganzgewebedecken, weil sie sich schneller herstellen lassen; D. mit PVC -Folienüberzügen werden nicht mit Klebstoffen gearbeitet, sondern an den Kanten hochfrequent verschweißt. Goldprägungen sind bei PVC-Decken nur hochfrequent tief geprägt, andernfalls sitzt die Vergoldung flach auf der De-ckenoberfläche.

Deckeneinband. Buchblock und Einbanddecke werden gesondert gearbeitet und danach durch Einhängen und Anpappen. vereinigt. Ursprünglich industrielle Bindetechnik, die in verbesserter Bindeweise auch von den Sortimentsbuchbindereien übernommen wurde.

Quelle: Auszug aus: "Gustav Moessner, "Buchbinder ABC", bearbeitet von Hans Kriechel.