Einband. Mehr oder weniger steife Schutzhülle um einen Buchblock; bei den meisten Verlegereinbänden werden die Einbandarbeiten von Maschinen erledigt und Buchblock und Decke getrennt voneinander hergestellt. Der Einzel- oder Sortimentseinband kann nur stufenweise mit dazwischen geschalteten Trockenzeiten gearbeitet werden, weil dem Buchblock die Einbanddecke nach Maß angepasst werden muss; die ursprüngliche, umständliche handwerkliche Ansetztechnik (gebrochener Rücken) ist vereinfacht worden und besteht ebenfalls in getrennter Buchblock- und Einbanddeckenherstellung. Lediglich bei besten Büchern werden die Pappendeckel noch an den Buchblock gearbeitet; die Einbandbezeichnungen richten sich nach den verwendeten Überzugsmaterialien und zusätzlichen Bezeichnungen wie Papier-, Gewebe-, Pergament-, Leder- und Sprungrückeneinband.

Einband der Zeit. Er darf nicht später als 10 Jahre nach dem Druck hergestellt worden sein. Ein Einband im "Stil der Zeit" ist nachträglich mit den Materialien und Techniken der Zeit, in der das Buch erschien, eingebunden worden.

Englische Broschur. Der geheftete Buchblock wird in einem am Rücken gerillten Umschlag geklebt; um diesen kommt ein Kartonumschlag mit überstehenden Kanten; um ihn kann ein bedruckter Papierumschlag gelegt werden.


Quelle: Auszug aus: "Gustav Moessner, "Buchbinder ABC", bearbeitet von Hans Kriechel.