Formateinteilung. Buchhändler und Bibliothekare versenden folgende Bezeichnungen:
Buchhöhe bis zu
8,0 cm = Höhe in cm
15,0 cm = Sedezformat 16°
15,5 cm = Kleinoktav
22,5 cm = Oktav 8°
25,0 cm = Großoktav
35,0 cm = Quart 4°
45,5 cm = Folio 2°
Auch folgende Formateinteilung ist anzutreffen:
bis zu 24 cm Buchhöhe 8°,
bis zu 35 cm Buchhöhe 4°,
bis zu 45 cm Buchhöhe 2°

Französische Broschur. Immer geheftet, mit Vorsatz versehen, meist unbeschnitten, in einen Kar-tonumschlag gehängt, der ringsum überstehende Kanten hat; um diesen wird der bedruckte Umschlag gelegt und zu dessen Schutz ein Pergaminumschlag.

Französische Buchbinderei. Im Gegensatz zur deutschen Buchbinderei, bei der das Einbinden des Buches in einer Hand liegt, kennt die französische Buchbinderei eine weitgehende Aufgabenteilung, die schnell und gut arbeitet; diese Spezialisten sind Buchbinder, Goldschnittmacher, Handvergolder und mit eigenen Werkstätten und Lehrlingen selbständig. Buchbinder sind selten auch Dekorentwerfer; sie erhalten die Buchentwürfe von Laien, die dann als Einbandkünstler genannt werden.

Franzband. Ledereinband, auf "tiefem Falz" angesetzt. Halbfranzband, wenn nur der Rücken mit Leder überzogen ist. Die Einbandpappen sind direkt an die Anpressfälze geschoben und haben keinen Gelenkspielraum, wie ihn der technisch einfachere Lederband hat; die Heftbünde kleben außen auf den Deckeln oder werden nach französischer Manier durch die Deckel gezogen. Solideste Einbandtechnik, zeitaufwendig. Der Name F. weist auf die aus Frankreich eingeführte Technik hin. Im Französischen wird der F. "Reliure proprement dite" genannt.

Fraktur. Auch "gebrochene Schrift" genannt; die "Deutsche Schrift" bricht die glatten Schriftformen der Antiqua in abgesetzte Einzelformen, verrundet sie bei der "Schwabacher" und entstand aus den Zierformen der geschriebenen Kanzleischriften des Mittelalters. Die F. ist zugunsten der leichter lesbaren Antiquaschrift zurückgedrängt worden und wurde von den Schriftkünstlern in vielen Formen variiert.

Quelle: Auszug aus: "Gustav Moessner, "Buchbinder ABC", bearbeitet von Hans Kriechel.