Nappaleder. Nach der kalifornischen Stadt Napa genanntes kräftiges Glacéleder. Mit Pflanzengerbstoffen gegerbtes Handschuhleder aus Rinder-, Pferde-, Schaf- und Ziegenfellen.

Narben. Die natürlichen Unregelmäßigkeiten auf Lederoberflächen, der "Epidermis". Naturnarben sind unregelmäßig-langgestreckt, z. B. bei Nigerleder. Gleichmäfßig aussehender N. ist entweder bei geringwertigen Ledern mit Plat-ten oder beheizten Walzen aufgepresst oder bei echtem Saffian durch das Ein-treten kleiner Samenkörner der wilden Melde in nasses Leder erzeugt worden. Kapziegenleder haben einen natürlichen, gleichmäßig groben N., der durch Walken mit einem "Levantier"- oder "Krispelholz" betont hervorgehoben wird. Kalbleder ist völlig glatt, Schweinsleder ebenfalls, es lässt sich an den zu dritt stehenden Borstenlöchern erkennen. Lederähnliche Narben bei Papier, Karton und Geweben sind Prägungen.

Quelle: Auszug aus: "Gustav Moessner, "Buchbinder ABC", bearbeitet von Hans Kriechel.